Durch Zufall, weil ich am Tag zuvor beim Büro der Relaciones Internacionales war, habe ich erfahren, dass es am Freitag um 16 Uhr eine Infoveranstaltung zu den Sprachkursen gibt.
Ich dachte, das würde maximal bis 18 Uhr dauern, aber ich hatte mich geirrt.
Zuerst hatten die Organisatoren total das Problem, uns alle in einen Raum unterzubringen.
Bis dann ein Raum gefunden wurde, war es bereits 17 Uhr. Dann wurden wir informiert, dass wir jetzt den Einstufungstest machen und auf Computerräume verteilt werden, weil der Test mit dem Computerprogramm Dialang gemacht wird. Wir sind dann natürlich alle direkt losgestürmt und haben dann einen Platz am Pc ergattert. Doch es gab viele, die leer ausgingen und dann warten mussten, bis wir fertig waren.
Um halb sechs konnten wir dann mit dem Test anfangen und mussten dann erstmal alle probieren, ob unsere Kopfhörer funktionieren. Bei einigen war es nicht der Fall und so mussten die erstmal ausgewechselt werden.
Dann ging es los. Der Test bestand aus drei Teilen: Hörverstehen, Schreiben und Leseverständnis.
Wir mussten der Reihe nach gehen, also fing es mit Hörverständnis an.
Zur Selbsteinschätzung mussten wir unter 75 Verben entscheiden, welche Spanisch sind und welche nicht. Manchmal war es ganz einfach, aber manchmal war man sich nicht sicher. Man kann ja schließlich nicht alle spanischen Verben kennen. Danach kamen dann nochmal Fragen zum Hörverständnis und zwar, ob man bei den und den Situationen Probleme hat die Spanier zu verstehen usw.
Als ich das gemacht hatte, kam schon eine Art Bewertung, dass ich nur etwas verstehen würde, wenn langsam gesprochen würde. Ich dachte: Hm, das ist eigentlich nicht der Fall, aber okay.
Vielleicht lag es auch daran, dass ich am Vormittag Kurse hatte und jetzt endlich frei haben wollte.
Naja, dann fing der erste Teil des Tests an. Die haben so langsam gesprochen, dass ich dachte: Oje, wie schlecht hat dich denn das Programm eingestuft? Doch dann gab es eine Art Steigerung. ich weiß nicht, ob das Programm gemerkt hatte, dass ich besser bin. Keine Ahnung.
Auf jeden Fall wurde es plötzlich so schwer, sodass ich nur noch am raten war (es gab immer zur Auswahl, was Thema des Gesprächs sei und oft konnten für mich zwei Antworten richtig sein und ich musste mich dann für eine Möglichkeit entscheiden. Man konnte sich auch nur einmal die Sachen anhören!) Mein Ergebnis war erschreckend: A1. Ich konnte es nicht glauben. Ich und A1? Ich studiere doch Spanisch und habe sogar spanische Vorlesungen!!!
Naja, wir mussten uns dann melden, damit einer kommt und unterschreibt, dass man den ersten Teil abgeschlossen hat. Bis dann endlich einer bei mir ankam vergingen nochmal so 20 Minuten.
Dann kam der nächste Teil und in dem schnitt ich dann besser ab: B1.
Das geht doch, dachte ich. Dann musste ich mich natürlich wieder melden, bis die nächste Unterschrift auf meinem Formular drauf war und dann konnte ich weiter machen. Den letzten Teil schnitt ich dann mit A2 ab und hab mich dann auch sehr gewundert. Susanne hatte mir aber dann erzählt, dass die Lösungen vom Programm teilweise selber falsch waren!
Als ich dann fertig war, sagte der "Prüfer", dass es jetzt eine mündliche Prüfung geben würde. Ich dachte: "Juhuu, dann kann ich denen Beweisen, dass ich besser bin als im Test!"
Doch die mündliche Prüfung bestand nur aus den Sätzen: "Seit wann studierst du Spanisch?" und mich haben sie noch gefragt, warum ich so schlecht abgeschnitten habe. Ja, und dann sagten sie, ich soll in A2.
Gegen halb acht war ich dann aus dem Gebäude raus und war total frustriert. Doch ich war nicht die einzige.
Das beste ist aber, dass Eva zum Beispiel es gar nicht mitbekommen hatte, dass das Treffen stattfand.
Da sieht man wieder, wie toll die Organisation hier ist.
Aber zum Glück können Eva und die anderen nächsten Freitag den Test machen.